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Die wenigen Fahrgäste schauen mich dann schon ein bisschen komisch an. Da ich meinen Dienst wie gesagt in der Kalkbreite beende, spare ich enorm Zeit für den Heimweg, denn mein Velo steht ja dann schon da.
In Albisrieden habe ich 6 ½ Minuten Pause, ich hole mir schnell etwas vom Beck, lasse mir einen Kaffee raus und fahre gleich wieder los. Langsam merke ich die Veränderungen des Tages: Am Anfang bist du alleine mit ein paar wenigen Fahrgästen unterwegs. Ich sage dann meistens nicht so viel, ich weiss, wie das ist: Wer schon so früh unterwegs, will seine Ruhe. Bis sieben Uhr ist es ruhig. Dann plötzlich macht’s „schwupps“ und das Tram ist voll. Wir werden von der VBZ angehalten, am Anfang und am Schluss einer Fahrt die Fahrgäste zu begrüssen und zu verabschieden. Das macht für mich wenig Sinn, wenn ich am Anfang oder am Schluss für ein, zwei Personen eine Durchsage mache. Deswegen sammle ich zuerst Leute ein, und so ungefähr ab Hubertus mache ich meine Durchsage, zuerst auf Schweizerdeutsch: „Liäbi Fahrgäscht, I begrüesse Sie uf der Linie 3… wünschä ä guete Tag und ä schöni Fahrt!“ Dann auf Hochdeutsch: „Nächster Halt: Krematorium Sihlfeld!“. Die Stationen sind in Schriftdeutsch anzusagen, so steht es im Reglement. Am Hottingerplatz steigt der Herr Bundesrat Moritz Leuenberger ein! Das ist natürlich ein Highlight! Am Hauptbahnhof steigt Leuenberger wieder aus, vermutlich nimmt er den Zug nach Bern ins Bundeshaus. Es gibt da verschiedenste Fahrgäste, Prominente aber auch Obdachlose: Spezielle Leute, die kennt man dann mit der Zeit. Viele davon sind nicht „guet z’wäg“ oder am Morgen schon mit dem Bier unterwegs. Da ist zum Beispiel das „Sackmannli“. Er trägt einen langen weissen Bart und hat immer dutzende Plastiksäcke bei sich. Streunt die ganze Zeit in der Stadt herum. Ich bin mit dem Tram fast immer pünktlich. Das hängt mit meinem Perfektionismus zusammen. Wenn ich eine Minute Verspätung habe, werde ich kribbelig. Daran arbeite ich noch. Eine Verspätung holt man nicht auf, indem man „bolzt“, also schneller fährt. Ich habe meine eigenen Tricks. Ich sage dem „Geschicktes Haltestellen-Management“. Und das geht so: Ich fahre in eine Haltestelle rein und mache auf Knopfdruck alle Türen auf! Die Leute müssen also nicht zuerst auf den Knopf drücken, sondern die Türen sind schon offen. Dadurch spare ich bestimmt 10 Sekunden ein. Dann gibt es diejenigen, welche anderen den Knopf halten, da kann ich nichts machen. Der Fahrplan gerät dadurch vor allem in den Rush Hours aus den Fugen, was immer und immer wieder ganze Tramzüge blockiert. Das gibt dann diese Reihe blauer Dominosteine - eine blaue Wand von Trams… und es geht nicht mehr weiter.
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Es gibt Leute, die sich die Knöchel wund klopfen, damit ich Ihnen die Türe aufmache. Ich schaue sie dann einfach nicht an, um sie nicht noch mehr zu provozieren. Mit solchen zum Teil schwierigen Situationen, z.B. heftigen Beleidigungen, muss man irgendwie selber fertig werden. Eine psychologische Schulung erhält man während der Ausbildung zum Tramführer nicht. Es gibt zwar die Möglichkeit, in schwierigen oder brenzligen Situationen einen Notruf abzusetzen, um mit der Leitstelle zu kommunizieren. Es gibt auch den sogenannten „stillen Alarm“. Auf der Leitstelle hören dann alle mit und können sofort reagieren wenn es kritisch werden sollte. Der Beruf als Tramführer bereitet mir grosse Freude. Seit meiner Kindheit hat mich alles auf Schienen sehr fasziniert. Ursprünglich wollte ich Pilot bei der Swissair werden. Schlussendlich habe ich aber als Dr. phil. Nat. an der Uni Bern promoviert. Als Biologe habe ich aber nicht lange gearbeitet, es zog mich ins Marketing und in die Kommunikationsbranche. |
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Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben. Friedrich Hebbel, 1813 - 1863 deutscher Dichter |
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In dieser Rubrik finden Sie interessante Links zum Thema Wiedereingliederung. |
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Die Bundesversammlung - Das Schweizer Parlament |
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Die Suva steht für ein einzigartiges Angebot in den Bereichen Prävention, Versicherung und Rehabilitation. |
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Ein
Internetportal für behinderte Menschen soll zielgruppenrelevante Themen
bündeln und den Betroffenen aus einer Quelle zur Verfügung stellen.
Die Informationsplattform MyHandicap.com möchte in Zukunft den zentralen
Anlaufpunkt für alle Themen im Zusammenhang mit Behinderungen darstellen. |
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BSV,
Bundesamt für Sozialversicherung: Auf dieser Seite finden Sie laufend
aktuelle Informationen zum Thema Invalidenversicherung. |
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Die
Invalidenversicherung oder kurz: die IV, ist ein wichtiges Element unseres
Systems der Sozialen Sicherheit. Ihr Ziel ist es, die wirtschaftlichen Folgen
einer gesundheitlich bedingten Einschränkung der Erwerbsfähigkeit
zu vermindern oder zu beseitigen. |
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Praxisbezogene
Kenntnisse des Sozialversicherungs- und Koordinationsrechts sind bei der
Bearbeitung komplexer Leistungsfälle ein strategischer Erfolgsfaktor.
Dieses Wissen ist ein entscheidendes Element für ein koordiniertes
Case Management. Koordination Schweiz unterstützt Sie online und kostenlos,
gezielt und effizient bei dieser Aufgabe. |
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Hier
finden Sie alle Informationen über das Nationale Forschungsprogramm
45 «Probleme des Sozialstaates Schweiz». Das NFP 45 umfasst
35 Projekte in 4 thematischen Modulen. |
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Eine
neue Existenz aufbauen Äusserst wichtig ist für Querschnittgelähmte die Wiedereingliederung in ein erfüllendes Arbeitsleben. Das Institut für Berufsfindung bietet in diesem Bereich effektive und zukunftsorientierte Hilfe durch eine Fülle spezifischer Dienstleistungen unter Aufsicht von Fachexperten an. |
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AGILE
Behinderten-Selbsthilfe Schweiz ist der Dachverband der Behinderten-Selbsthilfeorganisationen
in unserem Land. AGILE zählt über 40 Mitgliedverbände. Diese
vertreten ihrerseits rund 53'000 Menschen mit einer Behinderung. |
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Depri.ch
- Das Forum zum Thema Depression Depri.ch richtet sich an Betroffene, Angehörige und Interessierte und möchte als Wissensdrehscheibe und Austauschplatz zu einer höheren Transparenz und Akzeptanz in der Behandlung und Erkennung von Depressionen beitragen und für die Betroffenen eine Hilfe sein. |
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In
den letzten 15 Jahren hat die Zahl der IV-Renten wegen psychisch bedingter
Invalidität weit überproportional zugenommen. Im Jahr 2000 bezogen
60 740 Personen, die aus psychischen Gründen arbeitsunfähig waren,
eine IV-Rente. Das entspricht einer Verdreifachung ihrer Zahl seit 1986.
Am Rententotal, das auch die Unfälle miterfasst, machen die Renten
aus psychischen Gründen heute 30 Prozent aus. |
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Die Schweizerische Liga gegen Epilepsie (Epilepsie-Liga) ist eine gesamtschweizerisch tätige Fachorganisation und zugleich Schweizer Sektion der Internationalen Liga gegen Epilepsie (International League Against Epilepsy ILAE). Die Epilepsie-Liga forscht, hilft und informiert. Ihr Ziel ist es, den Alltag von Epilepsie-Betroffenen und deren Situation in der Gesellschaft nachhaltig zu verbessern. |
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| Redaktion der Case Manager & Partner News: Rolf Buchmann, Ramón Carbonell, Patrick Zufferey Gestaltung: Sibylle Menzi / Ari Canonica (can-can.ch) |
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