Ich habe mich als kleiner Junge verbrannt. Ich war erst fünf, mein Onkel hat grilliert und Brennsprit ins Feuer gegossen. Dann gab es eine riesige Stichflamme. Ich bin nah dabei gestanden….

Ich habe Narben im Gesicht und am Oberkörper. Als Kind und während meiner Schulzeit wurde ich unzählige Male operiert. Ich verpasste dadurch mehrere Schuljahre und landete in der Real. Dann bin ich in ein Loch geraten und alles war mir piep­egal.

Nach der Schule habe ich eine Spenglerlehre angefangen. Doch meine Narben haben die Chemikalien nicht vertragen. Ich bekam einen Ausschlag. Es war klar, dass ich die Lehre hinschmeissen musste. Meine Mutter hat mir dann mit viel Glück eine Lehre bei Ihrem eigenen Arbeitgeber in Steckborn gefunden. In Steckborn, wo ich aufgewachsen bin. gibt es den Bodensee, herrlich im Sommer, aber das war’s dann schon. Hier konnte ich eine KV-Lehre machen, was für einen Realschüler nicht gerade üblich ist. Und ich habe gut abgeschlossen!

Mit meinem Arzt, dem Hautspezialisten, wurde beschlossen, dass ich nach der Lehre weitere Operationen machen würde. Deswegen war die Suche nach einer Arbeitsstelle sehr schwierig, weil ich nicht 100% verfügbar sein konnte. Zu dieser Zeit schrieb ich über 160 Bewerbungen! Ohne Erfolg. Als Grund für die Absagen wurde oft meine fehlende Erfahrung ins Feld geführt. Als ob eine Lehre keine Erfahrung wäre! Das hat mich sehr gestört. Sobald ich bei einem Vorstellungsgespräch merkte, das dies der Grund für eine Absage sein sollte, wurde ich sarkastisch und teilweise auch zynisch. Denn ich bin mir auch heute nicht ganz sicher, ob nicht meine Narben der wahre Grund für das Nein waren.

Zum Glück habe ich meine Versicherung, die mir damals den Lohnausfall bezahlte. Sie trägt die volle Verantwortung für mich, bis ich mein Leben voll im Griff habe und selbständig für mich sorgen kann. Sie war es auch, die mich an Buchmann & Partner vermittelte. Dort hat man meine Situation genau analysiert – und schon kurze Zeit später auch einen Job gefunden, wenn auch nur für eine befristete Zeit.
Für mich war es ein Moment der Erlösung, wieder arbeiten zu dürfen. Ich war damals an einem Tiefpunkt angelangt, obwohl ich nicht einer bin, der sich auf den Boden drücken lässt. Von da an ging es nur noch aufwärts.
Seit anfangs Jahr arbeite ich bei einer Versicherungsgesellschaft in Winterthur. Diese Stelle habe ich nur dank fünf oder sechs guten Referenzen bekommen. Auch da hat mich Buchmann & Partner unterstützt.

 

Mein jetziger Job gefällt mir sehr. Ich arbeite im Back-Office in einem kleinen Team: Acht Frauen und ich als Hahn im Korb!
Das war am Anfang ein Sprung ins kalte Wasser: Ich musste schnell und viel lernen und mir das nötige Fachwissen aneignen. Denn: wenn ein Versicherter anruft, dann erwartet er eine Antwort, die wie aus Kanonen geschossen kommt! Da darf man nicht unsicher sein!
Ich habe eine gleitende Arbeitszeit und schätze es sehr, so in den Tag zu gleiten. Ich gehe zu Fuss zur Arbeit. Ein hervorragender Muntermacher, so ein Morgenspaziergang. Im Geschäft fahre ich meinen PC hoch, beginne meine Mails herunterzuladen und die zahlreichen Pendenzen abzuarbeiten.

Mittags nur ein Sandwich - dafür koche ich abends ausgiebig für mich allein. Ich achte auf gesunde, ausgewogene Ernährung. Viel Vitamine! Damit ich nicht schlapp mache. So habe ich - und auch mein Geschäft etwas davon.
Zweimal in der Woche trainiere ich Fussball. Am Wochenende ist dann meistens auch Match. Ich spiele in der vierten Liga, bin der kleinste und jüngste Spieler in der Mannschaft. Fussball bedeutet mir sehr viel und ist ein Superausgleich zu meinem Schreibtisch-Job.
Ja, das Wochende! Es ist für mich zum Heiligtum geworden und ich zelebriere es in vollen Zügen. Da ist immer was los! Ich bin viel mit Kollegen unterwegs oder besuche meine Familie. Meine Kollegen mögen mich so wie ich bin. Da gibt es keine Berührungsängste.

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